Auszeichnung des Naturerlebnisprojekts unserer Grundschule mit dem „Sonja-Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung“
- 17.10.2017 -
 
Preisverleihung

Laudatorin Frau Gabriele Thöne (Staatssekretärin a.D.), Sonja Schweikert, Martina Riebenstahl,  Bettina Kempf, Bettina Gräfin Bernadotte, Prof. Dr. Klaus Neumann (Präsident Deutsche
Gartenbau-Gesellschaft  1822 e.V.)

Das Kuratorium "Sonja-Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung“ hat das „Naturerlebnisprojekt“ der Grundschule Rübenach  für  seine vorbildlichen, nachhaltigen  Naturerfahrungen mit dem Jahrespreis 2017  ausgezeichnet.

Angeregt durch die Begegnung mit der Kräuter- und Waldpädagogin Sonja Schweikert und deren Lernmaterialien ergriff die Lehrerin Frau Bettina Kempf die Initiative in ihrem Sachunterricht ein mehrjährig angelegtes Lerncurriculum zur Naturerziehung zu entwickeln und zu integrieren. Ein großer Teil des Sachunterrichts, aber auch viele Elemente anderer Fächer wurden in dem „Naturerlebnisprojekt“ miteinander verknüpft.

So beeindruckte das Kuratorium, unter Vorsitz von Bettina Gräfin Bernadotte,  bei ihrer Auswahlentscheidung die Tatsache, dass für das Projekt eigene Unterrichtsreihen mit passendem Lehrmaterial entwickelt wurden. Zum anderen haben viele äußerst engagierte Eltern, insbesondere die Klassenelternsprecherin Frau Claudia Urmetzer, die ehemalige Schulelternsprecherin Frau Petra Franz sowie der Förderverein der Schule eine Finanzierung des Projektes ermöglicht.

Frau Bettina Kempf, Frau Sonja Schweikert sowie die Rektorin Frau Martina Riebenstahl nahmen den Preis in stilvollen Rahmen auf Schloss Mainau am Bodensee entgegen. Der Preis ist mit einem Förderbetrag von 1.500 € zur Verwendung naturerzieherischer Unterrichtsarbeit dotiert.

 


Natur erleben -

Nachhaltige Naturerfahrungen im projektorientierten Unterricht an der Grundschule Rübenach

-21.07.2015 -

Klasse 4c

Das auf drei Schuljahre angelegte „Naturerlebnisprojekt der Grundschule Rübenach“ hat die „Pilotphase“ mit großen Erfolg bestanden. Die Kinder der  der 2c starteten 2012 mit ihrer Klassenlehrerin Frau Bettina Kempf und der Wald- und Kräuterpädagogin Sonja Schweikert ihre „Wege in die Natur“.

Nun, nach drei Jahren und dem Beenden der Grundschulzeit für die Kinder der jetzigen 4c im Sommer 2015 ist das erste „Naturerlebnisprojekt“ der Rübenacher Grundschule als „Pilotprojekt“ erfolgreich zu Ende gegangen.

- Das Lernen mit allen Sinnen in und an der Natur,

- das Schärfen der Sinne für die Natur, für die heimische Flora und Fauna,

- das Verstehen der Zerbrechlichkeit von Ökosystemen 

so könnte man die Leitidee dieses über drei Jahre angelegten „Naturerlebnisprojekts“ umschreiben. 

Der Erfolg, die Begeisterung und anhaltende Motivation der Kinder gibt allen Initiatoren und Beteiligten recht. Und den Erfolg dürfen sich im wahren Sinne des Wortes viele „Väter und Mütter“ dieses vorbildlichen Schulprojektes teilen:

nämlich die kompetente fachliche und pädagogische Leitung, die sehr engagiert mitwirkende Elternschaft und die großzügigen, von der Sache überzeugten Sponsoren.                                                                                                                     Nur das Zusammenstehen dieser drei Säulen konnte ein so langfristig angelegtes Projekt tragen.     

 






Fischadler von Klasse 3c gesichtet

Fischadler

Im Rahmen des Naturerlebnisprojektes der Klasse 3 c der Grundschule Rübenach waren die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrer Lehrerin, einer Naturpädagogin sowie einem Team des Naturschutzvereins Pollichia e.V. am Mittwoch dem 07.05.2014 auf der Suche nach seltenen Tier- und Pflanzenarten in der Schulumgebung. Während dieser Exkursion sichteten sie den äußerst seltenen Fischadler über dem Rübenacher Sportplatz.

Dieser Fund wurde neben anderen interessanten Tieren (Wasserskorpion usw.) sofort dem „ArtenFinder"-Online-Meldesystem von Pollichia e.V. gemeldet und mit einem Foto dokumentiert. Er kann nun im lnternet betrachtet werden.

Bettina Kempf, Klassenlehrerin 3c


Heimatliche Naturbegegnungen zeigen Erfolge
Brey

Die Ergebnisse können sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen.

Das modular aufgebaute Naturerlebnisprojekt  führte die Kinder der Klasse 2c mit „Ferdi“ zu der heimischen Vogelwelt und in einem weiteren Modul zu den Pflanzen und Pflanzenfamilien unserer Schulumgebung. Exkursionen in den Wald, Begegnungen mit dem Förster, Unterrichtsgänge, Experimente, der Besuch des Senckenberg Museum in Frankfurt, das Kochen mit Pflanzen der Umgebung und vieles mehr  führte zu schönen Erfolgen und nachhaltigem Lernen. Die Bilder sprechen eine eindeutige Sprache und dokumentieren die anhaltend hohe Motivation der Kinder der Klasse 2 c für „ihr“ Naturerlebnisprojekt, ein Projekt, das die Kinder mit Herzblut zu ihrer Sache gemacht haben.










Natur pur 

In Zeiten der schnellen digitalen Medien sind für Kinder heutzutage jederzeit gute und besonders anschauliche Informationsquellen über Vorgänge und Prozesse der Natur verfügbar. Es ist müßig die Anzahl dieser Veranschaulichungswege aufzuzählen. Naturprozesse werden heute selbst in 3 D Animationen für Kinder angeboten.

Diese Form von Veranschaulichung wirkt unterstützend und didaktisch fruchtbar in den Naturkundeunterricht hinein. Doch trotz aller Perfektion und schnellen Verfügbarkeit hakt die Sache an der entscheidenden pädagogischen Stellen – der  realen Begegnung mit der Natur und ihrer Prozesse. Flora und Fauna im Jahreslauf, die regionalen Biotope und die direkte natürliche Schulumgebung gehen für unsere „Digikids“ dann sinnlich verloren, wenn wir Lehrer das Einfache und so nahe Liegende selbst aus den Augen und Sinnen verlieren, die Wirklichkeit.

So folgen die Kinder der Klasse 2 c der Grundschule Rübenach seit einigen Monaten allzugern und mit größter Motivation dem pädagogischen Tandem ihrer Lehrerin Bettina Kempf und Sonja Schweikert, einer kompetenten Natur- und Kräuterpädagogin. Der Erkenntnisgewinnungsprozeß zur Natur, den Tieren und Pflanzen geht über die multisensorischen Wege. Natur sehen, fühlen, anfassen, hören, riechen, schmecken und letztlich verstehen.  Die Gartenkreuzspinne krabbelt nicht 3D animiert auf YouTube, sondern auf den Händen und Unterarmen von Jannick, Bastian, Phillip oder Antonia und Sophia. Kein „Pfui Spinne“ ist von den Kindern zu hören, sondern blankes Erstaunen über die Fähigkeiten dieses kleinen Tieres. Sauerampfer schmeckt wirklich ein bisschen sauer und Sauerampfersuppe zu kochen, macht noch viel mehr Spaß.

Über die konkrete Begegnung im modularisierten Naturunterricht werden nicht nur Lehrplanthemen nachhaltig veranschaulicht, nein viele pädagogischen Nebeneffekte wie das soziale Miteinander, das gemeinsame Beobachten und Experimentieren,  das Protokollieren und Dokumentieren fließen ohne Nachdruck spielend mit ein. Letztlich geht es den Pädagoginnen darum,  Haltungen, Gefühle und Empathie gegenüber der Natur und den Lebewesen zu erzeugen - Herzensbildung im besten Sinne. Für die Kinder der Klasse 2 c ist das Naturerlebnisprojekt zu ihrem Naturanliegen geworden. Kein neuer Gedanke  - ein alter, pädagogischer Ansatz in unseren Zeiten dringend zur Nachahmung empfohlen.

Bettina Kempf

Klassenlehrerin der Klasse 2 c der Grundschule Rübenach

 

Anlass und Leitidee unseres Anliegens

Gerade für Kinder im Grundschulalter ist das Erleben und Begreifen ihrer natürlichen Umwelt von größter Bedeutung. So schreibt der Biologe und Naturphilosoph Andreas Weber: „Die Gegenwart der Natur, das Spiel in ihr sind relevant für die Befriedigung der emotionalen, aber auch der kognitiven Bedürfnisse heranwachsender Menschen. Ohne die Nähe zu Pflanzen und Tieren verkümmert ihre emotionale Bindungsfähigkeit, schwinden Empathie, Fantasie, Kreativität und Lebensfreude“. Aber der Alltag der Kinder sieht häufig anders aus. Immer mehr Kinder verbringen ihre Freizeit vor dem Fernseher oder am Computer, statt durch die Wiesen zu streifen oder auf Bäume zu klettern. Obwohl Studien belegen, wie wichtig Naturerfahrungen für die kindliche Entwicklung sind, entfremden sich viele Kinder zunehmend mehr von der Natur. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sensibilisierung der Kinder für unsere wertvollen Naturressourcen. Denn nur wer einen persönlichen und emotionalen Zugang  zur Natur hat, ist auch bereit, sich für ihren Schutz einzusetzen.

Ziel und Inhalt des Projekts:

Ziel des Projekts ist es, bei den Kindern Interesse und Freude an der Natur zu wecken und ihnen einen emotionalen Zugang zu eröffnen. Dies ist nur möglich, wenn das Naturerlebnis nicht ein einmaliger Event bleibt und ansonsten die Natur nur theoretisch im Klassenzimmer vermittelt wird. Wir möchten die Kinder bei ihrer Entwicklung und Suche nach Natur und bei all ihren Fragen rund um Raupe, Spinne, Wasser und Pflanzen etc.  unterstützen. So möchten wir ihre Kompetenz für die Gestaltung ihrer Zukunft fördern.

Bei unserem Projekt sollen die Kinder während ihrer gesamten Grundschulzeit umfangreiche Naturerfahrungen machen und ihre Umwelt erforschen und begreifen können. Begleitet wird diese Arbeit von der staatlich anerkannten Kräuter- und Waldpädagogin Sonja Schweikert. Sie wird die Exkursionen begleiten und den Kindern spielerisch und kindgerecht die unterschiedlichen Themen vermitteln. Des Weiteren stellt sie passend zu jedem Thema umfangreiches Lernmaterial zur Verfügung, durch das ein fächerübergreifendes  Arbeiten möglich wird. Fächerübergreifend bedeutet, dass die Kinder auch in den Fächern Deutsch, Musik und Kunst das aktuell behandelte „Naturthema“ vertiefen.

Die besonderen kräuter- und waldpädagogischen Fähigkeiten von Frau Schweikert sind eine wertvolle Ergänzung für die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule, die diese Arbeit neben ihrem regulären Unterrichtsauftrag nicht leisten können.

Weitere Informationen zur Qualifikation und von Frau Schweikert durchgeführten Projekten finden Sie unter www.sonjaschweikert.de.